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LOCAL INFO

Naturlandschaften

 
Natural Park

Naturschutzgebiet Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina

Das Meer, die Klippen und Dünen, das Felsenplateau der Küste und die Feuchtgebiete haben hier eine ganz besondere Flora und Fauna hervorgebracht. Die meisten in Portugal registrierten Algenarten kommen in dieser Region vor. Ähnlich artenreich ist auch die Tierwelt. Das Meer bietet einer großen Zahl von Vögeln, wie dem Fischadler und Säugetieren wie dem Otter, Nahrung. Die Klippen sind außerdem der natürliche Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, wie dem weißen Storch, dem Habichtadler und Schmuckreiher.

Rota Vicentina

Rota Vicentina

Die Rota Vicentina ist ein rund 350 km langer, gut markierter und sicherer Wanderweg mit verschiedenen Etappen, die zwischen 15 und 25 km lang sind. Wanderungen sind in beide Richtungen das ganze Jahr über ohne einen Wanderführer möglich. Jede Etappe ist für eine Tageswanderung geeignet und endet in der Regel an einer Ortschaft, wo man Unterkünfte, Verpflegungsmöglichkeiten und weitere nützliche Einrichtungen findet. Es gibt zwei verschiedene Routen: Der historische Weg und der Fischerweg.

Das Felsplateau wird von tiefen Tälern durchschnitten, durch die sich Flüsse und Bäche ihren Weg bahnen. Die Abhänge sind mit ursprünglicher, nahezu unberührter mediterraner Buschvegetation bedeckt. Weiter im Landesinneren erheben sich Bergkämme, entstanden durch die Verschiebungen der Kontinentalplatten. Hier dominieren Eichen- und Pinienwälder, große Fels- und Gesteinsbrocken das Landschaftsbild. Sie bieten einen idealen Lebensraum für große Raubvögel und nachtaktive Raubtiere.

Das Klima im Südwesten Portugals zählt zweifellos zu den besten der Welt und das bereits seit mehreren tausend Jahren. Ein Beleg dafür sind zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die hier während der letzten Eiszeit ein geschütztes Refugium fanden. Viele dieser Arten leben noch heute hier, während sich die nächste Population dieser Spezies Hunderte von Kilometern enfernt befindet. In dieser südwestlichen Region Portugals kommen zudem zahlreiche endemische Arten vor, das heißt, es gibt sie nur hier und sonst nirgendwo auf der Welt.

Die Winter sind kurz und die Temperaturen bleiben gemäßigt, aber es fällt genug Regen, um den Boden für die neun Monate andauernde Sonnenperiode ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Da Mensch und Natur in dieser Region seit Jahrtausenden harmonisch zusammenleben, konnten hier Lebensräume mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt entstehen.

Auf engstem Raum können hier ganz unterschiedliche Ökosysteme entdeckt werden: Felsen, die nur bei Ebbe frei liegen (mit Seesternen, Seeigeln, Entenmuscheln und Stachelschnecken), Klippen (wo Störche, Habichte, Mauersegler, Krähen und Rotschwänze nisten), Dünen (bewachsen mit seltenen und endemischen Pflanzen und Kräutern, von denen einige auch für medizinische Zwecke genutzt werden), Bach- und Flussmündungen (wo Fische und Schalentiere brüten), die Küstenebene (wo man im Herbst Tausende von Zugvögeln beobachten kann), bei wenig Niederschlag austrocknende Gewässer (wo prähistorische Schalentiere und fast alle in Portugal vorkommenden Amphibien leben), enge Täler (bewachsen mit portugiesischen Eichen, Schlingpflanzen und Büschen mit farbigen Beeren), Wasserläufe mit klarem Wasser (das Reich der Otter), Eichen- und Pinienwälder (wo zahlreiche Wildschweine leben und essbare Pilze und wilder Spargel wachsen), aber auch Lebensräume, die zwar vom Menschen beeinflusst wurden, jedoch ebenfalls eine große biologische Vielfalt aufweisen, wie Korkwälder, Weiden, Obstplantagen, Olivenhaine…

Via Algarviana

Via Algarviana

Der Via Algarviana ist ein Fernwanderweg (GR13), der Alcoutim im Osten mit dem Kap São Vicente im Westen verbindet. Über 300 km führt er hauptsächlich durch das bergige Hinterland der Algarve. Es ist geplant, diesen Wanderweg mit den Transeuropäischen Routen E4 und E9 zu verbinden. Die Strecke durchquert 11 Landkreise der Algarve (Alcoutim, Aljezur, Castro Marim, Tavira, S. Brás, Loulé, Silves, Monchique, Lagos, Portimão and Vila do Bispo) und 21 Gemeinden; in zwei weiteren Landkreisen besteht eine Verbindung zur Hauptroute. Bei der Festlegung der Route wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Strecke an den interessantesten kulturellen Sehenswürdigkeiten und den schönsten Landschaften vorbeiführt. Auch Unterkunfts- und Verpflegungsmöglichkeiten, sowie Tourismusprojekte auf dem Land, typische Dörfer im Hinterland der Algarve, etc. wurden bei der Streckenplanung berücksichtigt.

Der Via Algarviana bildet, ganz abgesehen von seinem unzweifelhaften, individuellen Wert, das “Rückgrat“ eines Netzes von Wanderwegen, das allen Wanderern ganz nach Vorlieben und Kondition viele Alternativen bietet. Aus diesem Grund sind alle Wege, die die Route der Via Algarviana kreuzen oder mit diesen verbunden sind, ausgewiesen und markiert. Es ist geplant, die Strecke in Etappen von jeweils bis zu 30 km einzuteilen. Zu allen Etappen werden detaillierte Beschreibungen und Informationen erarbeitet, die auf der Internetseite des Via Algarviana eingesehen werden können. Dort werden nicht nur alle kulturellen Sehenswürdigkeiten und besonderen Naturschönheiten ausführlich beschrieben, sondern auch praktische Tips zu Unterkünften, Restaurants, nützlichen Einrichtungen, etc. gegeben.

perceves

Entenmuscheln

Entenmuscheln gibt es an der Vicentina-Küste im Überfluss. Ihr „Fang“ ist allerdings nicht immer einfach, da sie sich meistens an äußerst schwierig zu erreichenden Stellen ansiedeln. Um sie von den Felsen zu schlagen, müssen die Muschelsammler die steilen Klippen herabklettern; ein extrem gefährliches und riskantes Unterfangen. Oft hängt ihr Leben von ihrem Partner ab, der oben auf der Klippe das Sicherheitsseil hält. Anders als andere Meeresfrüchte, gilt ihr Verzehr aufgrund ihrer Frische als sehr sicher. Entenmuscheln (Pollicipes pollicipes) spielen nicht nur in der lokalen Küche eine große Rolle, sondern sind in dieser Region auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Viele Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln oder Verkauf dieser Meeresfrüchte. Aus diesem Grund ist die Unterstützung dieser traditionellen Tätigkeit und der Erhalt des Lebensraums der Entenmuscheln sehr wichtig.
Ende August bis Anfang September findet jedes Jahr in Vila do Bispo das „Entenmuschel-Festival“ statt.